Gabrieli und Pedetti: Geistiger Mittagstisch am 21. Juni

    Im Herbst des Barock – Eichstätts Kultur, Kunst und Handwerk des 18. Jahrhunderts“ ist das Thema der Sonderausstellung des Domschatz- und Diözesanmuseums 2023. Der „Geistige Mittagstisch“ der Museumsleiterin Claudia Grund widmet sich daher einzelnen Themenbereichen der Ausstellung. Bei der Kurzführung am Mittwoch, 21. Juni, geht es um die beiden im 18. Jahrhundert tätigen Eichstätter Hofarchitekten Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti, ihr Leben sowie ihr architektonisches und künstlerisches Schaffen.

    Nach der weitgehenden Zerstörung Eichstätts bei den Stadtbränden von 1634 vollzog sich in den folgenden hundert Jahren der planmäßige Wiederaufbau der Stadt, bei dem man vor allem auf die Erfahrungen von Baumeistern aus Graubünden und Italien setzte. „Ihrem Schaffen verdankt die Residenzstadt ihr unvergleichlich elegantes und südländisches Aussehen“, sagt Claudia Grund. „Denn auch die Eichstätter Fürstbischöfe wissen um die repräsentative Wirkung von Architektur und schenken so Eichstätt mit Stadt- und Sommerschloss, Verwaltungsgebäuden, Kirchen und dem Residenzplatz als Höhepunkt sein bis heute erhaltenes spätbarockes Stadtbild. Nicht wenige Domherren eifern ihnen nach und lassen sich Palais und Gartenanlagen errichten.“

    Die Hofbaumeister und das ihnen unterstellte Hofbauamt waren für das kirchliche Baugeschehen in Eichstätt und in der Diözese zuständig. Obwohl Hofangestellte, arbeiteten sie auch für andere Auftraggeber wie Domherren, Pfarreien, Klöster und sogar das gehobene Eichstätter Bürgertum. 1803 beendete die Säkularisation die Geschichte des Hofbauamtes.

    Die Führung beginnt um 12.15 Uhr an der Museumskasse, der Eintritt beträgt 3 Euro. Weitere Informationen zum Diözesanmuseum und zur Sonderausstellung unter www.dioezesanmuseum-eichstaett.de. (pde)